Fit für die Zukunft: EU-Agenturen treffen sich bei EFSA

Behördenleiter von 45 EU-Agenturen aus ganz Europa kamen am Sitz der EFSA im italienischen Parma zusammen, um gemeinsame strategische Vorhaben zu erörtern. Der Schwerpunkt der Gespräche lag darauf, wie die Zusammenarbeit noch effizienter gestaltet werden kann, um die Wertschöpfung für die Bürger Europas zu erhöhen und zugleich Steuergelder einzusparen. Das Treffen, an dem auch Vertreter der Europäischen Kommission, des Parlaments und des Rates teilnahmen, wurde von der EFSA ausgerichtet, die derzeit den Vorsitz des Netzwerks der EU-Agenturen (EUAN) innehat. EU-Agenturen arbeiten in einer Vielzahl unterschiedlicher Politikbereiche, von Gesundheit und Umwelt über Migration und Sicherheit bis hin zu Wirtschaft und Innovation.

Im Mittelpunkt des Treffens der Agenturleiter (6.-7. Juli) stand die Bewertung der Fortschritte bei den im Arbeitsprogramm des Netzwerks vorgesehenen Maßnahmen: verstärkte gemeinsame Nutzung von Dienstleistungen und Kapazitäten zwischen Behörden; gemeinsame Initiativen zur Verbesserung der Wertschöpfung der Agenturen entsprechend den strategischen Prioritäten der EU; verbesserte interne Führungsstrukturen des Netzwerks; und eine sichtbarere Kommunikation über die Dienstleistungen der Agenturen für die Bürger Europas.

Die Leiter der Agenturen diskutierten auch aktuelle und zukünftige Herausforderungen und wie das EU-Agenturmodell umgestaltet werden könnte, um diesen zu begegnen. In einem intensiven halbtägigen Workshop gingen die Teilnehmer der Möglichkeit einer gemeinsamen Nutzung von Kapazitäten im Personalmanagement nach. Sie befassten sich auch mit dem aktuellen Stand des Brexit und dessen mögliche Auswirkungen auf die Agenturen, insbesondere im Hinblick auf den mehrjährigen EU-Finanzrahmen für 2020 und darüber hinaus.

Prioritäten in die Praxis umsetzen

Bei einem gesonderten Treffen der Ressourcenleiter der EU-Agenturen (5.-6. Juli) gingen die Delegierten unter anderem auf praktische Implikationen der Umsetzung strategischer Prioritäten ein. Konkrete Beispiele betrafen etwa das gemeinsame Beschaffungswesen, die gemeinsame Nutzung von IT-Dienstleistungen, interinstitutionelle Stellenanzeigen, Vorschriften für das Haushalts- und Personalmanagement sowie den Zugang der Agenturen zu SYSPER, dem von der Kommission und anderen EU-Einrichtungen verwendeten IT-Tool für Personalmanagement.

Alberto Spagnolli, Senior Policy Adviser der EFSA, erklärte: „Dieses erste von der EFSA ausgerichtete hochrangige Netzwerk-Treffen ist ein wichtiger Schritt im Hinblick auf die Umsetzung unseres Arbeitsprogramms für 2017-18. Mit seinem Schwerpunkt auf der Modernisierung des Personalmanagements und der Schaffung von Effizienzen durch Innovation und Kooperation hat das Treffen gezeigt, dass wir auf einem guten Weg dabei sind, die Wertschöpfung für die Bürger Europas zu erhöhen und gleichzeitig den Steuerzahler zu entlasten.“

Das Netzwerk der EU-Agenturen umfasst 45 Behörden, die ihren Sitz in den Mitgliedstaaten der Union haben. Die Agenturen, die auf gemeinsame Ressourcen und Fachkenntnisse zurückgreifen können, haben Einfluss auf eine Vielzahl unterschiedlicher Bereiche, die das Leben der europäischen Bürger berühren – von Lebensmittelsicherheit und Arzneimitteln über Polizei und Justiz, Berufsausbildung und Arbeitsbedingungen, Kernenergie, Umweltschutz und Forschung bis hin zu Verkehr und Satellitensystemen.

Im März 2017 übernahm die EFSA den Vorsitz des Netzwerks, den sie noch bis März 2018 innehat. Ein zweites hochrangiges EUAN-Treffen ist für Februar 2018 geplant.

Medienkontakte

Medienstelle der EFSA
Tel. +39 0521 036 149
E-mail: Press@efsa.europa.eu