
Zwei Leitlinienentwürfe – zum „Beweiskraft der Daten“-Ansatz (auch „Weight of Evidence“- oder „WoE“-Ansatz genannt) sowie zur biologischen Relevanz beobachteter Effekte – stehen ab sofort zur öffentlichen Konsultation. Zusammen mit den Leitlinien zur Bewertung von Unsicherheit werden die beiden Dokumente zur weiteren bereichsübergreifenden Harmonisierung von Methoden im Aufgabengebiet der EFSA beitragen. Dies wird für noch mehr Offenheit, Robustheit und Transparenz bei unseren wissenschaftlichen Bewertungen sorgen.
Mit diesem Aufruf um Feedback zu den genannten Dokumenten richten wir uns an die internationale wissenschaftliche Gemeinschaft, europäische und nationale Risikobewerter, Verantwortliche im Bereich der Risikokommunikation, Risikomanager und die Interessenggruppen der EFSA. Der Wissenschaftliche Ausschuss der EFSA wird Ihre Beiträge auswerten und sie bei der Erstellung der Endfassungen dieser Dokumente berücksichtigen.
Wie kann ich mich beteiligen?
Die Dokumentenentwürfe stehen für Sie zur Durchsicht bereit (siehe Links weiter unten). Ihre Kommentare können Sie über ein Online-Formular abgegeben.
- Public consultation on draft Guidance for the identification of biological relevance of adverse/positive health effects from experimental animal and human studies
- Public consultation on draft Guidance on the use of the weight of evidence approach in scientific assessments
Sie können sich auch an den die Leitlinienentwürfe betreffenden Diskussionen mit unseren Wissenschaftlern in unserer „Methods_EFSA“-Gruppe auf LinkedIn beteiligen.
Worum geht es in den Leitlinien?
Leitlinienentwurf zu biologischer Relevanz:
- befasst sich mit allgemeinen Fragen und Kriterien bei der Entscheidung, ob ein beobachteter Effekt von biologischer Relevanz ist, d.h. ob er nachteilig ist (oder sich positiv auf die Gesundheit auswirkt) oder nicht;
- erklärt Definitionen und Konzepte, wie Reaktionen eines biologischen Systems nach Exposition, Wirkungsweise („Mode of Action“) und Pfade zu unerwünschten Wirkungen („Adverse Outcome Pathways“), Schwellenwerte („Thresholds“), kritische Effekte, Modellierungsansätze und Biomarker.
Leitlinienentwurf zur Beweiskraft der Daten:
- befasst sich mit der Einbeziehung der Beweiskraft von Daten („Weight of Evidence“ – „WoE“) bei wissenschaftlichen Bewertungen unter Rückgriff auf sowohl qualitative als auch quantitative Ansätze;
- unterbreitet einen dreistufigen Ansatz für die Zusammenstellung, Gewichtung und Berücksichtigung von Evidenz und definiert Zuverlässigkeit, Relevanz und Konsistenz hinsichtlich ihres Beitrags zu einer „WoE“-Bewertung.
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