Glyphosat: Schlussfolgerung der EFSA im November

Die EFSA bewertet derzeit die Ergebnisse eines Berichts der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC), der zu dem Schluss gelangt, dass das Herbizid Glyphosat wahrscheinlich krebserzeugend für den Menschen ist.

Der im Juli veröffentlichte Bericht wird im Rahmen des laufenden Peer-Reviews der EFSA zur Neubewertung von Glyphosat berücksichtigt, die vom deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vorgenommen wurde.

Um genügend Zeit für die Berücksichtigung der IARC-Monografie zu haben, hat die EFSA eine Verlängerung der ursprünglichen Frist beantragt. Die Behörde ist zuversichtlich, die neue Frist einzuhalten, und geht davon aus, dass die Schlussfolgerung im November veröffentlicht wird.

Die IARC, die für Krebsforschung zuständige Agentur der Weltgesundheitsorganisation, gelangt in ihrem Bericht zu dem Schluss, dass es Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen einer Exposition gegenüber Glyphosat und der Entwicklung von Krebserkrankungen des lymphatischen Systems (Non-Hodgkin-Lymphome) und Lungenkrebs gibt.

Peer review in the EU

Die (Neu-)Bewertung von in Pflanzenschutzmitteln verwendeten Wirkstoffen folgt in der EU einem stufenweisen Ansatz.

Zunächst erstellt ein als Berichterstatter ernannter Mitgliedstaat einen ersten Entwurf eines Risikobewertungsberichts. Im Fall von Glyphosat ist der Berichterstatter Deutschland. Der Bericht wird im Rahmen eines Peer-Review-Verfahrens von der EFSA überprüft, die ihre Schlussfolgerung der Europäischen Kommission übermittelt. Die Kommission entscheidet dann, ob der Stoff in die EU-Liste der zugelassenen Wirkstoffe aufgenommen wird oder nicht. Mehr hier.