Aktualisierte Lebensmittelklassifikation der EFSA soll Datenerhebung fördern und Datenlieferanten unterstützen

Die EFSA hat ihr harmonisiertes System zur Klassifizierung und Beschreibung von Lebensmitteln (‚FoodEx2‘) weiter optimiert, um nationale Datenerhebungsstellen und andere wissenschaftliche Einrichtungen noch besser dabei zu unterstützen, vergleichbare wissenschaftliche Daten zur Verwendung bei der Risikobewertung zu liefern. Die weiterentwickelten Merkmale von FoodEx2 haben die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dazu bewogen, das EFSA-System als Grundlage für ein entsprechendes weltweites System zu übernehmen.

Das FoodEx2-System dient der Klassifizierung und Beschreibung von Nahrungsmitteln, Getränken und Lebensmittelerzeugnissen bei der Erhebung von Daten in verschiedenen Bereichen der Lebensmittelsicherheit. Das System ermöglicht die europaweit harmonisierte Meldung von Daten zum Lebensmittelverzehr sowie zum Vorkommen von chemischen Gefahren (wie Schadstoffen oder Pestiziden) in Lebensmitteln. Diese Daten sind für die Arbeit der EFSA von grundlegender Bedeutung, da sie herangezogen werden, um die Verbraucherexposition gegenüber Risiken im Zusammenhang mit Lebensmitteln in der Europäischen Union abzuschätzen.

FoodEx2 ist mittlerweile der Standard bei der Erhebung von Daten und deren Übermittlung durch die EU-Mitgliedstaaten an die EFSA. Erst kürzlich haben FAO und WHO beschlossen, mit der EFSA zusammenarbeiten, um ausgehend von FoodEX2 „ein weltweit anwendbares System zur Kategorisierung von Lebensmitteln“ zu entwickeln. Diese Weiterentwicklung erfolgt im Rahmen der Erprobung eines globalen Instruments für individuelle Lebensmittelverzehrsdaten (Global Individual Food consumption data Tool – GIFT) der FAO/WHO, das den Zugriff auf Daten über die Verfügbarkeit von Lebensmitteln erleichtern und weltweit vergleichbare lebensmittelbezogene Indikatoren liefern soll.

Die jüngste Aktualisierung berücksichtigt Rückmeldungen zu FoodEx2, die auf Erfahrungen mit dessen Verwendung seit seiner Einführung im Jahr 2011 zurückgehen. Die Abdeckung der Lebensmittelsicherheitsbereiche im Aufgabengebiet der EFSA wurde in Bezug auf die Klassifikation erheblich erweitert, u.a. durch wichtige Updates in den Bereichen biologische Agenzien (z.B. Viren und andere Krankheitserreger) in Lebensmitteln und Tieren sowie zusätzliche Hierarchien für Tierarzneimittelrückstände, Futtermittel und pflanzliche Stoffe. Die Terminologie wurde ebenfalls beträchtlich erweitert in den Sektionen Rohwaren und natürliche Quellen. Mehrere technische Verbesserungen, wie vereinfachte Lebensmittelcodes und -hierarchien, sollen die Meldung seitens der Datenlieferanten unterstützen.

Neben diesen wichtigen Updates hat die EFSA auch einen Leitfaden für Datenlieferanten erstellt, der Regeln für die standardisierte Codierung und Tipps zur leichteren Nutzung von FoodEx2 enthält. Auf die Verbesserung der Support-Tools wird im Rahmen künftiger Aktivitäten im Zusammenhang mit FoodEx2 eingegangen werden.

Das aktuelle Update („Revision 2“) von FoodEx2 ersetzt „Revision 1“ und tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.