Ebola: lebensmittelbedingtes Übertragungsrisiko

Es gibt keine Hinweise darauf, dass das Ebola-Virus in der Europäischen Union über Lebensmittel übertragen werden kann, so Wissenschaftler der EFSA.

In einem heute veröffentlichten Bericht wird das Risiko einer Ebola-Übertragung durch den Verzehr roher Lebensmittel – wie Pflanzen, Obst und Gemüse – bewertet, die legal aus afrikanischen Ländern in die EU eingeführt werden.

Bisher liegen keine Meldungen über Ebola-Infektionen beim Menschen vor, die auf die genannten Lebensmittel zurückgehen.

Damit es zu einer lebensmittelbedingten Übertragung des Virus kommen kann, bedarf es mehrerer Schritte, von denen keiner je gemeldet wurde: Die exportierten Lebensmittel müssten bereits am Herkunftsort kontaminiert worden sein; die Lebensmittel müssten bei ihrer Ankunft in der EU ein überlebensfähiges Virus tragen; und die betroffene Person müsste sich infolge einer lebensmittelbedingten Exposition infizieren.

Im Rahmen ihrer Risikobewertung ermittelten die Sachverständigen der EFSA eine Reihe von Wissens- und Datenlücken – so etwa zu der Frage, wie lange das Virus in Lebensmitteln überleben könnte.

Der vorliegende Bericht wurde von Wissenschaftlern der EFSA und externen Sachverständigen, darunter zwei Vertretern der Weltgesundheitsorganisation, erstellt.

In einem früheren Bericht bewerteten Wissenschaftler der EFSA bereits das Risiko einer Ebola-Übertragung durch Buschfleisch, das illegal aus West- und Zentralafrika nach Europa eingeführt wird, und kamen zu dem Schluss, dass es sich hierbei um ein geringes Risiko handelt.

Notes to editors
  • Ausbrüche des Zaire-Ebola-Virus wurden bislang aus folgenden neun Ländern gemeldet: der Demokratischen Republik Kongo, der Republik Kongo, Gabun, Guinea, Liberia, Mali, Nigeria, Sierra Leone und Senegal. Alle genannten Länder können Obst und Gemüse, ausgenommen Kartoffeln, in die EU ausführen.
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