EU Menu: Auftragsvergaben und aktualisierte Leitlinien

Neun weitere nationale Verzehrsstudien werden von der EFSA im Rahmen des „EU Menu“-Projekts zur Datenerhebung Unterstützung erhalten. Nach Abschluss der jüngsten Ausschreibungsrunde liegt die Zahl der am Projekt teilnehmenden Länder nun bei 14.

Sechs Länder – Griechenland, Italien, Österreich, Rumänien, Slowenien und Ungarn – haben sich in der aktuellen Runde, deren Ergebnisse seit diesem Monat vorliegen, erneut erfolgreich um Aufträge beworben. Österreich und Rumänien erhielten Aufträge zur Erhebung von Daten zu Erwachsenen, Griechenland zu Kindern, und an Italien, Slowenien und Ungarn gingen Aufträge zur Datenerhebung sowohl zu Kindern als auch zu Erwachsenen.

Ziel des „EU Menu“-Projekts ist die Einrichtung einer Europäischen Datenbank über den Lebensmittelverzehr mit Informationen, die mittels harmonisierter Methoden und Instrumente erhoben wurden. Die Verfügbarkeit von detaillierten, weitgehend vergleichbaren Daten ermöglicht Risikobewertern, die Wahrscheinlichkeit einer Exposition gegenüber gefährlichen Stoffen in Lebensmitteln für die Länder und Regionen der EU noch genauer zu berechnen.

Projektteilnehmer erheben Daten unter Anwendung der harmonisierten EFSA-Methodik. Die Leitlinien hierzu wurden nun, nach einer Auswertung der Ergebnisse der „EU-Menu“-Pilotprogramme und der damit verbundenen methodologischen Projekte, aktualisiert. Die überarbeiteten Leitlinien – die zusätzliches Material zu Themen wie Erhebungsorganisation und -planung, Stichprobenverfahren, bewährte Rekrutierungsmethoden und Berichterstattung enthalten – wurden letzten Monat auf der Jahressitzung des EFSA-Netzwerks für Lebensmittelverzehrsdaten angenommen.

Dr. Liisa Valsta, die das EU Menu-Projekt in den vergangenen fünf Jahren leitete, erklärte: „Mit der neuen Auftragsvergaberunde und den aktualisierten Leitlinien macht das Projekt zwei große Schritte nach vorne. Die Einführung einer europaweiten Datenbank mit harmonisierten Daten zum Lebensmittelverzehr ist ein seit Langem verfolgtes Ziel der EFSA, und mit jedem Jahr kommen wir der Verwirklichung dieses ehrgeizigen Ziels ein Stück näher.

Besonders erfreulich ist, dass immer mehr Mitgliedstaaten die Bedeutung des „EU Menu“-Projekts zu schätzen wissen und sich daran beteiligen. Wir können auch wesentlich mehr Sorgfalt und eine generell höhere Qualität bei den Bewerbungen um Aufträge erkennen, was darauf hindeutet, dass sich die Mühe, die wir in die Erläuterung des Ausschreibungsverfahrens investieren, auszahlt.“

Das „EU Menu“-Projekt ist der jüngste Entwicklungsschritt eines Prozesses, der vom Wissenschaftlichen Ausschuss der EFSA im Jahr 2005 gestartet wurde. 2007 begann die EFSA damit, Daten aus nationalen Verzehrsstudien in ihrer Übersichtsdatenbank zum Lebensmittelverzehr zusammenzutragen. Später folgte die Umfassende Europäische Datenbank über den Lebensmittelverzehr, die für die Mehrzahl der EU-Länder umfangreichere und detailliertere Informationen nach differenzierten Lebensmittelkategorien und spezifischen Bevölkerungsgruppen bietet.

Das „EU Menu“-Projekt soll die Qualität und den Harmonisierungsgrad der Daten, die alle Altersgruppen zwischen drei Monaten und 74 Jahren abdecken, weiter erhöhen. Die EFSA vergibt im Rahmen des Projekts jedes Jahr eine Reihe von Aufträgen zur Datenerhebung.