Aspartam-Gutachten auf November 2013 verschoben

Die EFSA und die Europäische Kommission sind übereingekommen, den Zeitrahmen für die von der Behörde vorgenommene vollständige Neubewertung von Aspartam zu verlängern, damit ausreichend Zeit zur Verfügung steht, um Rückmeldungen – einschließlich neuer Informationen aus der zum Gutachtenentwurf durchgeführten öffentlichen Konsultation – zu berücksichtigen und darauf einzugehen.

Ausgehend von den erhaltenen Stellungnahmen haben Sachverständige des Wissenschaftlichen Gremiums der EFSA für Lebensmittelzusatzstoffe und Lebensmitteln zugesetzte Nährstoffquellen (ANS-Gremium) Aspekte ihres Gutachtenentwurfs sowie wichtige Schritte ihrer wissenschaftlichen Vorgehensweise ermittelt, die sie gerne vor Abfassung der endgültigen Schlussfolgerungen näher erläutern möchten, darunter etwa die Formulierung von Unsicherheiten. So soll sichergestellt werden, dass die wissenschaftliche Beratung der EFSA die eingegangenen Informationen vollständig integriert, sowie denjenigen, die ein Interesse an dieser Arbeit haben, ein leichteres Verständnis hinsichtlich der Art und Weise, wie das Gremium zu seinen Schlussfolgerungen gelangte, ermöglicht werden.

Vom 9. Januar bis 15. Februar 2013 führte die EFSA eine öffentliche Online-Konsultation zu ihrem Entwurf eines wissenschaftlichen Gutachtens über die Neubewertung von Aspartam (E 951) als Lebensmittelzusatzstoff durch. Am 9. April schloss die Behörde diesen Prozess mit einer nachbereitenden Sitzung ab, im Rahmen derer die eingegangenen Stellungnahmen erörtert wurden. Die EFSA erhielt über 200 Stellungnahmen, die sich auf Themen bezogen wie die Art der Auswahl von Studien für die Risikobewertungen der EFSA durch ihre Sachverständigen, die Unbedenklichkeit der Metaboliten von Aspartam sowie die bestmögliche Weise, um die im Gutachtenentwurf hervorgehobenen Unsicherheiten auszudrücken.

Hinweise für die Redaktion
  • Am 8. Januar 2013 startete die EFSA eine öffentliche Konsultation über ihren Entwurf eines Wissenschaftlichen Gutachtens zur Neubewertung von Aspartam (E 951) als Lebensmittelzusatzstoff. Alle Interessengruppen und sonstigen interessierten Kreise waren aufgerufen, im Rahmen der öffentlichen Online-Konsultation bis zum 15. Februar 2013 zu dem Gutachtenentwurf Stellung zu nehmen.
  • Aspartam ist ein kalorienarmes, intensives Süßungsmittel, das ca. 200-mal süßer ist als Saccharose (herkömmlicher Zucker). Die Neubewertung von Aspartam ist Teil der systematischen Neubewertung aller Lebensmittelzusatzstoffe, die vor dem 20. Januar 2009 in der EU zugelassen wurden. Zum EU-Rechtsrahmen für Lebensmittelzusätze wie Süßstoffe und die Rolle der EFSA in Bezug auf Aspartam.
  • Zwar hat die EFSA bereits in der Vergangenheit neue Studien zu Aspartam ausgewertet, doch beim aktuellen Mandat handelt es sich um die erste vollständige Risikobewertung von Aspartam, um die die EFSA ersucht wurde, welche vom ANS-Gremium der Behörde vorgenommen wird. Für ausführliche Informationen über den zur öffentlichen Konsultation vorgelegten Entwurf der EFSA eines wissenschaftlichen Gutachtens zur Sicherheit von Aspartam.
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