EFSA@10 – Konferenz beginnt mit Aufruf zur weiteren Stärkung der „Risikobewertungsgemeinschaft“

Pressemitteilung
7 November 2012

Hunderte von weltweit führenden Experten auf dem Gebiet der Lebensmittelsicherheit kommen diese Woche in Parma zusammen, um an einer hochrangigen wissenschaftlichen Konferenz teilzunehmen, die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens organisiert wurde.

Die zweitägige Veranstaltung mit dem Titel „Challenging boundaries in risk assessment – sharing experiences” (Grenzen der Risikobewertung herausfordern – Erfahrungen austauschen), die heute Morgen (7. November) begann, bringt Fachleute aus aller Welt in einer Vielzahl wissenschaftlicher Disziplinen zusammen, um die Grenzen der Risikobewertung zu diskutieren sowie künftige Schlüsselthemen und Möglichkeiten zu erörtern.

Nach einer Begrüßung durch die Geschäftsführende Direktorin der EFSA, Catherine Geslain-Lanéelle, die das Engagement der EFSA in Bezug auf den Ausbau der Risikobewertungskapazitäten in Europa bekräftigte, folgten am Vormittag im Verlauf der einleitenden Plenarsitzung weitere hochrangige Referenten: Anne Glover, leitende wissenschaftliche Beraterin bei der Europäischen Kommission; Jesse Goodman von der US-Bundesbehörde zur Lebens- und Arzneimittelüberwachung; und der EFSA-Sachverständige Professor Vittorio Silano von der Universität Rom II.

In seinem einführenden Vortrag beschrieb Hubert Deluyker, Leiter des EFSA-Direktorats Wissenschaftsstrategie und wissenschaftliche Koordination, den Teilnehmenden die maßgebliche Rolle der Behörde bei der Weiterentwicklung der Risikobewertung in Europa, betonte die Notwendigkeit eines fortgesetzten Engagements im Hinblick auf die wissenschaftliche Zusammenarbeit und bekräftigte das Erfordernis eines regulatorischen Umfelds, das mit den wissenschaftlichen Entwicklungen Schritt hält, dabei jedoch vorhersehbar bleibt.

„Die EFSA funktioniert dank der Risikobewertungsgemeinschaft der EU“, so Dr. Deluyker. „Und wir tragen entscheidend zu den von ihr erzielten Fortschritten bei, beispielsweise durch die Entwicklung von Leitlinien, mittels derer die Methoden der Risikobewertung von Lebens- und Futtermitteln im Verlauf der vergangenen zehn Jahre harmonisiert und modernisiert wurden.“

Das Umfeld, in dem die Behörde arbeitet, hat sich in den letzten Jahren beträchtlich verändert und erweitert – angetrieben sowohl durch Fortschritte in Wissenschaft und Technik als auch durch Änderungen des rechtlichen Rahmens. Dies hat Schwerpunktverlagerungen hinsichtlich des Arbeitsaufkommens der EFSA mit sich gebracht, hin zu einer zunehmenden Bewertung regulierter Produkte, Umweltverträglichkeitsprüfungen und der Überwachung nach dem Inverkehrbringen. Diese Änderungen werden in der vor kurzem erarbeiteten Wissenschaftsstrategie der EFSA berücksichtigt.

Angesichts der wachsenden und sich verändernden Anforderungen seitens der Regulierungsbehörden und anderer Interessengruppen hinsichtlich der Expertise von Risikobewertungsstellen wie der EFSA forderte Dr. Deluyker eine Debatte darüber, wie letztere ihre begrenzten Ressourcen am besten konzentrieren können.

„Eine zentrale Herausforderung besteht in der Frage, worauf wir unsere Zeit und Mühe schwerpunktmäßig verwenden, um weitere Fortschritte beim Verbraucherschutz zu erzielen“, so der Direktor für Wissenschaftsstrategie und Koordination.

Die Zusammenarbeit mit Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens und Forschungsinstituten ist für die Arbeit der EFSA von wesentlicher Bedeutung, aber auch den Interessengruppen kommt eine entscheidende Rolle in der Risikobewertungs-Gemeinschaft zu, etwa bei der Erhebung und dem Austausch von Daten mit den Behörden.

Im Anschluss an die morgendliche Plenarsitzung haben die Teilnehmer am Nachmittag die Möglichkeit, fünf parallele Sektionen zu besuchen. Diese jeweils sechs Vorträge umfassenden Sektionen beschäftigen sich mit folgenden Themen: Feststellung und Beschreibung von Gefahren bzw. Gefährdungspotenzialen, Umweltverträglichkeitsprüfung, ernährungsbedingte Exposition bei der Risikobewertung, Risikocharakterisierung sowie Wirksamkeitsbewertung bei Lebens- und Futtermitteln.

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