EU-Agenturen leisten Beratung zum Auftreten von seltenem Salmonella Stanley

Webnachricht
21 September 2012

Auf Ersuchen der Europäischen Kommission haben die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) gemeinsame Beratung zum laufenden Ausbruch eines seltenen Typs von Salmonellen geleistet.

Insgesamt wurden in Belgien, Deutschland, Österreich, Polen, der Tschechischen Republik und Ungarn 167 bestätigte und 254 wahrscheinliche Fälle einer Infektion von Salmonella Stanley gemeldet. In diesen Mitgliedstaaten durchgeführte Lebensmittel- und veterinärmedizinische Untersuchungen deuten auf eine wahrscheinliche Verbindung zwischen der Produktionskette für Putenfleisch und dem Ausbruch hin.

Die beiden europäischen Agenturen wurden, angesichts der Seltenheit des Salmonellen-Typs, ersucht, gemeinsame Beratung zu leisten, betonen jedoch, dass dieser Vorfall unbedingt vor dem Hintergrund der 100.000 Salmonellose-Fälle beim Menschen einzuordnen ist, die jährlich in der EU gemeldet werden.

Dessen ungeachtet ergreifen die Agenturen die Gelegenheit, um hervorzuheben, wie wichtig es für Beschäftigte auf allen Ebenen der Lebensmittelkette (von der Erzeugung bis zur Gastronomie) und für Verbraucher ist, strengstens auf die persönliche Hygiene (Händewaschen) sowie die Lebensmittelhygiene (Vermeidung von Kreuzkontaminationen zwischen verzehrfertigem und rohem Fleisch) zu achten. Dies gilt derzeit insbesondere für den Umgang mit rohem Putenfleisch.

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