Aspartam: EFSA startet zusätzlichen Aufruf zur Einreichung von Daten

Webnachricht
26 Juli 2012

Im Mai 2011 wurde die EFSA von der Europäischen Kommission ersucht, die vollständige Neubewertung der Sicherheit von Aspartam (E 951) auf 2012 vorzuziehen. Die Überprüfung dieses Süßungsmittels, deren Abschluss zuvor bis 2020 geplant war, ist Teil der systematischen Neubewertung aller vor dem 20. Januar 2009 in der EU zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffe gemäß den Vorgaben der EU-Verordnung 257/2010.

Die EFSA nahm das Mandat an und führte einen öffentlichen Aufruf zur Einreichung wissenschaftlicher Daten sowie eine eingehende Auswertung einschlägiger Literatur durch, so dass das Gremium der Behörde für Lebensmittelzusatzstoffe und Lebensmitteln zugesetzte Nährstoffquellen (ANS) mit seiner Risikobewertung Anfang 2012 beginnen konnte.

Im Verlauf seiner wissenschaftlichen Beratungen befand das Gremium, dass zu wenig Daten zu 5-Benzyl-3,6-dioxo-2-piperazinessigsäure (Diketopiperazin – DKP) und anderen potenziellen Abbauprodukten vorlagen, die sich aus Aspartam in Lebensmitteln und Getränken bilden können, wenn diese unter bestimmten Bedingungen gelagert werden. Die EFSA startet daher einen zusätzlichen Aufruf zur Einreichung von Daten zu DKP und anderen Abbauprodukten von Aspartam.

Die Berücksichtigung dieser zusätzlichen Daten und die vorgesehene öffentliche Konsultation zum Gutachtenentwurf haben zur Folge, dass das ANS-Gremium der EFSA seine Arbeiten nicht, wie zuvor mitgeteilt, vor Ende September 2012 abgeschlossen haben wird.

Die EFSA erörtert derzeit mit der Europäischen Kommission den Termin für das abschließende Gutachten und wird auch weiterhin über den jeweils aktuellen Stand ihrer Arbeiten zu Aspartam informieren.

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