EFSA informiert über neuesten Stand ihrer Arbeiten zum TTC-Konzept

Webnachricht
21 Februar 2012

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) informierte die Europäische Kommission am 15. Februar darüber, dass der Wissenschaftliche Ausschuss der Behörde sein Gutachten zum Threshold of Toxicological Concern (TTC) auf seiner Sitzung im Februar 2012 nicht förmlich angenommen hat. Diese Entscheidung wurde angesichts noch ausstehender weiterer Gespräche mit den für den Non-Food-Bereich zuständigen Wissenschaftlichen Ausschüssen der Europäischen Kommission getroffen, die derzeit an der Fertigstellung eines Gutachtens zum selben Thema arbeiten.

Die EFSA und die „Non-Food“-Ausschüsse arbeiten zusammen, um ein kohärentes Konzept für die Verwendung des TTC-Ansatzes bei der Beurteilung der von chemischen Stoffen ausgehenden Risiken zu gewährleisten. In einigen Bereichen bestehen allerdings noch wissenschaftliche Divergenzen.

Ziel der Wissenschaftlichen Ausschüsse der EFSA und der Kommission ist es, ein gemeinsames Verständnis über die mögliche Nutzung des TTC-Konzepts im Lebens- und Futtermittelbereich sowie im Zusammenhang mit Non-Food-Erzeugnissen, insbesondere Kosmetika, zu erlangen; dabei verfahren sie gemäß Artikel 30 der Gründungsverordnung der EFSA zur Vermeidung von divergierenden wissenschaftlichen Ansichten.

 


Hinweise für die Redaktion:

- Auf seiner letzten Plenarsitzung am 7./8. Februar erörterte der Wissenschaftliche Ausschuss der EFSA den Entwurf seines wissenschaftlichen Gutachtens zum TTC-Konzept und überarbeitete diesen im Nachgang zu einer öffentlichen Konsultation .

- Das Konzept des Threshold of Toxicological Concern (TTC) ist eine wissenschaftlich fundierte Methode, die eingesetzt wird, um eine erste Beurteilung der möglichen Bedenklichkeit eines chemischen Stoffs vorzunehmen. Das TTC-Konzept wurde zur qualitativen Bewertung des Risikos entwickelt, das von chemischen Stoffen ausgeht, die in niedrigen und sehr niedrigen Konzentrationen in Lebens- und Futtermitteln nachgewiesen werden und für die wenige bis keine toxikologischen Daten vorliegen. Der TTC-Ansatz würde nicht für die Bewertung von regulierten Produkten wie Pestiziden eingesetzt werden, für welche die Einreichung toxikologischer Daten gesetzlich vorgeschrieben ist. 

- Artikel 30 der Gründungsverordnung der EFSA sieht Fälle vor, in denen die Möglichkeit besteht, dass ein wissenschaftliches Gutachen der Behörde von dem einer anderen EU-Risikobewertungsstelle abweichen könnte. In solchen Fällen tritt die EFSA mit der betreffenden Stelle in Kontakt, um alle einschlägigen wissenschaftlichen Daten auszutauschen und die potenziell strittigen wissenschaftlichen Fragen zu klären, in der Absicht, die Divergenzen zu beseitigen.

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