EFSA richtet Helpdesk zur Antragsbetreuung ein: Besserer Service und mehr Transparenz

Webnachricht
3 November 2011

Mit der Einrichtung des Referats Antragsbetreuung (Applications Helpdesk) unternimmt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) einen großen Schritt im Hinblick auf die Verbesserung der Serviceleistungen, die sie für die EU-Mitgliedstaaten sowie andere europäische Partner und Antragsteller erbringt. Indem sie das Verständnis ihrer Arbeit im Bereich der Risikobewertung fördert sowie die Anforderungen an Stoffe und Erzeugnisse, die für die Verwendung in der EU-Nahrungskette bestimmt sind, transparenter macht, möchte die Behörde einen Beitrag zur Sicherheit von Innovationen im Agrar- und Lebensmittelsektor leisten. Darüber hinaus strafft die EFSA ihre Verfahren für die Bewertung gesetzlich geregelter Stoffe, Erzeugnise und gesundheitsbezogener Angaben.

Wissenschaft und Innovation zählen zu den wichtigsten Faktoren wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit, wie schon in der EU-Wachstumsstrategie „Europa 2020“ festgestellt wird. Der Agrar- und Lebensmittelsektor der EU trägt jährlich mit 900 Mrd. EUR zur EU-Wirtschaft bei und beschäftigt etwa 4,4 Millionen Menschen. Als europäische Hüterin der Lebensmittelsicherheit ist die EFSA einzigartig aufgestellt, um die für den Schutz der Verbraucher und die Ermöglichung von Innovation notwendige wissenschaftliche Expertise zu liefern. Mehr Transparenz hinsichtlich der von der EFSA durchgeführten Risikobewertungen und genauere Erläuterungen zur Antragstellung und der damit verbundenen Einreichung von Informationen können dazu beitragen, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Seit 2003 hat die Zahl der jährlichen Ersuchen, die bei der EFSA im Zusammenhang mit der Bewertung von Anträgen eingehen, erheblich zugenommen. Inzwischen binden diese Bewertungen doppelt so viele Ressourcen der Behörde wie noch 2008, nämlich 40 %, und machen zwei Drittel ihres wissenschaftlichen Outputs aus.

Per Bergman, kommissarischer Leiter des Direktorats Wissenschaftliche Bewertung regulierter Produkte, erläutert, wie die EFSA auf diese Entwicklungen reagiert: „Die Behörde hat das Helpdesk zur Antragsbetreuung als zentrale Anlaufstelle und Support-Desk eingerichtet, das Antragstellern, Mitgliedstaaten, Interessengruppen der EFSA und anderen interessierten Kreisen Informationen liefert und sie unterstützt. Unsere erste große Initiative ist die Einrichtung eines neuen Servicebereichs auf der Website der EFSA, in dem Nutzer Informationen zu Anträgen abrufen und spezielle Fragen zu rechtlichen und technischen Anforderungen im Zusammenhang mit Bewertungen stellen können.“ In Zukunft wird das Referat Antragsbetreuung innerhalb der EFSA zudem für die Zentralisierung und Durchführung erster administrativer Schritte bei der Bearbeitung aller Anträge zuständig sein.

Aufgrund kürzlich geänderter EU-Rechtsvorschriften wird das Arbeitsaufkommen der EFSA durch die Bewertung gesetzlich geregelter Stoffe voraussichtlich weiter zunehmen; für die kommenden Jahre ist etwa mit einer großen Zahl an Neuanträgen bei Futtermittelzusatzstoffen, Lebensmittelenzymen und Aromastoffen zu rechnen, während die Bewertung von Anträgen in anderen Bereichen immer komplexer wird. Dank der Einrichtung des Referats Antragsbetreuung wird die EFSA in diesem sich ändernden Umfeld Antragstellern und anderen Interessenten einen noch effizienteren Service bieten können.


Hinweise für die Redaktion:

Im Zusammenhang mit den Anforderungen für die Marktzulassung in der EU wird die EFSA ersucht, eine Vielzahl unterschiedlicher Stoffe und Erzeugnisse, die für die Verwendung in der Lebensmittelkette bestimmt sind, sowie die wissenschaftliche Absicherung gesundheitsbezogener Angaben zu Lebensmitteln wissenschaftlich zu bewerten. Diese Bewertungen betreffen Anträge auf Neuzulassungen, Verlängerungen geltender Zulassungen sowie vorgeschlagene neue Verwendungen für bestehende Zulassungen.

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