EFSA aktualisiert Verbraucherempfehlungen zum Verzehr von Sprossen im Nachgang zum E. coli-Ausbruch in Deutschland und Frankreich 2011

Webnachricht
3 Oktober 2011

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat heute ihre Verbraucherempfehlungen zum Verzehr von Sprossen und Keimlingen überarbeitet. Nach dem E. coli-Ausbruch in Frankreich und Deutschland im Frühjahr und Frühsommer dieses Jahres hat die Europäische Kommission die EFSA darüber informiert, dass die EU-Mitgliedstaaten nunmehr ihre Rückverfolgungs-Aktivitäten entlang der Lebensmittelkette abgeschlossen haben. Da die wahrscheinlichste Quelle kontaminierter Lebensmittel – eine Charge von Bockshornkleesamen aus Ägypten – in allen Mitgliedstaaten vom Markt genommen wurde und die damit verbundenen Einfuhrbeschränkungen weiterhin gelten, zog die Behörde die Empfehlung zurück, „keine Sprossen für den Eigengebrauch zu ziehen und Sprossen oder Keimlinge nur zu essen, wenn diese ausreichend gegart wurden“. Die EFSA empfiehlt den Verbrauchern, sich bei konkreten Fragen zum Verzehr von Sprossen an die nationalen Lebensmittelbehörden zu wenden.

In diesem Zusammenhang weist die Behörde die Verbraucher nochmals auf die Bedeutung guter Hygienepraktiken bei der Zubereitung und dem Verzehr von frischem Gemüse hin. So sollten etwa die Hände vor der Zubereitung gewaschen, die Lebensmittel mit fließendem Trinkwasser gereinigt und rohe Lebensmittel von verzehrfertigen bzw. gekochten Lebensmitteln fern gehalten werden.

Gleichzeitig mit diesen aktualisierten Empfehlungen wird ein wissenschaftlicher Bericht veröffentlicht, in dem umfassend dargestellt wird, was sich aus Sicht der Lebensmittelsicherheit während des E. coli 0104:H-Ausbruchs ereignete, der zu fast 50 Todesfällen in Europa führte und somit einen der größten lebensmittelbedingten Ausbrüche der letzten Jahrzehnte in der EU darstellt.

Auf Ersuchen der Europäischen Kommission führt das Gremium für biologische Gefahren der EFSA derzeit eine Risikobewertung zur Erzeugungskette für Sprossen und Keimlinge in der EU durch und wird in den kommenden Wochen ein wissenschaftliches Gutachten hierzu veröffentlichen.

Für Medienanfragen wenden Sie sich bitte an:
Medienstelle der EFSA
Tel. +39 0521 036 149
E-Mail: Press@efsa.europa.eu