Sitzung des Wissenschaftlichen Netzwerks der EFSA für die GVO-Risikobewertung

Parma
12. Mai 2015

GVO-Netzwerk diskutiert laufende und anstehende EFSA-Arbeiten

Das Wissenschaftliche Netzwerk für die Risikobewertung genetisch veränderter Organismen (GVO-Netzwerk) erörterte während seiner Jahrestagung am 12./13. Mai 2015 in Parma anstehende EFSA-Veröffentlichungen und -Aktivitäten.

Die EFSA arbeitet bei der GVO-Risikobewertung eng mit den Mitgliedstaaten zusammen. Diese nehmen während eigens hierzu bestimmter Konsultationszeiträume Stellung zu den entsprechenden Anträgen und beteiligen sich an öffentlichen Konsultationen über Entwürfe von Leitliniendokumenten. Die Netzwerke, die sich aus wissenschaftlichen Sachverständigen aus Einrichtungen der EU-Mitgliedstaaten mit entsprechender GVO-Fachkompetenz zusammensetzen, sind ein weiteres nützliches Instrument im Rahmen dieses Prozesses. Jährliche Netzwerktreffen geben der EFSA Gelegenheit, ihre Ergebnisse vorzustellen, Informationen auszutauschen, Aktivitäten zu koordinieren und Rückmeldungen zu aktuellen Risikobewertungsprojekten einzuholen.

Über 40 wissenschaftliche Sachverständige aus 26 EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen und der Schweiz nahmen am diesjährigen GVO-Netzwerktreffen teil. Diskutiert wurden u.a. zwei anstehende Leitliniendokumente:

  • der Leitlinienentwurf für die agronomische und phänotypische Charakterisierung genetisch veränderter Pflanzen (GVP)
  • der Leitlinienentwurf für die Risikobewertung im Hinblick auf eine Zulassungsverlängerung von GV-Pflanzenerzeugnissen

Bei dem Treffen wurden auch Themen diskutiert, die auf Vorschläge der Mitgliedstaaten zurückgingen, wie die Risikobewertung von GV-Pflanzen der zweiten Generation und von Pflanzen, die mittels neuer Zuchtmethoden gewonnen werden.

Die EFSA baut auf ihre spezialisierten Netzwerke, um die Einbeziehung der Mitgliedstaaten bei ihren wissenschaftlichen Risikobewertungen zu stärken. Der Dialog mit den Mitgliedstaaten ermöglicht der EFSA, von einem breiteren Wissenspool zu profitieren und die Folgen ihrer Arbeit für das Wohl der europäischen Verbraucher besser einzuschätzen.

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