Organisationsstruktur

Organigramm der EFSA (1. Januar 2012) (0.1 Mb)

Neugliederung der Behörde

 Die EFSA hat sich seit ihrer Errichtung im Jahr 2002 rasch weiterentwickelt und vergrößert. Um zu gewährleisten, dass sie auf die Änderungen in ihrem Umfeld und auf steigende Anforderungen reagieren und sich rechtzeitig darauf einstellen kann, wurde im Jahr 2011 mit einer Umstrukturierung der Behörde begonnen.

Ziel dieser Neugliederung ist es, die Effizienz und Leistungsfähigkeit zu erhöhen und zugleich die Nutzung der Ressourcen der Behörde zu optimieren. Die übergreifenden Ziele dabei sind:

  • Zusammenlegung von Ressourcen für vorrangige Aufgaben im Bereich der öffentlichen Gesundheit, etwa chemische und biologische Kontaminanten, sowie für die Tier- und Pflanzengesundheit
  • Berücksichtigung des wachsenden Arbeitspensums im Zusammenhang mit Anträgen sowie Verbesserung der Dienstleistungen für Antragsteller
  • Stärkung der strategischen Koordination und Unterstützung wissenschaftlicher Aktivitäten für bereichsübergreifende Themen
  • Stärkung des strategischen Ansatzes für Kommunikationsaktivitäten
  • Optimierung der Ressourcennutzung aufbauend auf interner wissenschaftlicher Fachkompetenz durch Bündelung ähnlicher Aktivitäten und Zentralisierung von unterstützenden Dienstleistungen

Die ersten beiden Phasen dieser Neugliederung wurden bis Januar 2012 abgeschlossen.

Organisationsstruktur der EFSA

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit ist organisatorisch in fünf Direktorate gegliedert, die der Aufsicht der Geschäftsführenden Direktorin der EFSA unterstehen:

  • Wissenschaftliche Direktorate:
    • Risikobewertung und wissenschaftliche Unterstützung
    • Wissenschaftliche Bewertung regulierter Produkte
    • Wissenschaftsstrategie und Koordination
  • Direktorat Kommunikation
  • Direktorat Ressourcen und Support

Die wissenschaftlichen Direktorate unterstützen die Arbeit des Wissenschaftlichen Ausschusses und der Wissenschaftlichen Gremien der EFSA. Die EFSA beschäftigt rund 450 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. 

Risikobewertung und wissenschaftliche Unterstützung

Das Direktorat Risikobewertung und wissenschaftliche Unterstützung (RASA) führt Risikobewertungen zu allgemeinen Themen der öffentlichen Gesundheit und vorrangigen Sicherheitsfragen in Bereichen wie biologische Gefahren, chemische Kontaminanten, Pflanzengesundheit sowie Tiergesundheit und Tierschutz durch. Die Referate dieses Direktorats befassen sich schwerpunktmäßig mit folgenden Bereichen:

Wissenschaftliche Bewertung regulierter Produkte

Das Direktorat Wissenschaftliche Bewertung regulierter Produkte (REPRO) unterstützt die Arbeit der EFSA bei der Bewertung von Stoffen, Erzeugnisen und Angaben, die zur Verwendung in der Lebensmittelkette bestimmt sind, um die öffentliche Gesundheit, die Pflanzen- und Tiergesundheit sowie die Umwelt zu schützen. Die Referate dieses Direktorats befassen sich schwerpunktmäßig mit folgenden Bereichen:

  • Futtermittel, einschließlich Unterstützung des FEEDAP-Gremiums
  • Lebensmittelzutaten und -verpackungen, einschließlich Unterstützung des ANS-Gremiums und des CEF-Gremiums
  • Genetisch veränderte Organismen (GVO), einschließlich Unterstützung des GMO-Gremiums
  • Ernährung, einschließlich Unterstützung des NDA-Gremiums
  • Pestizide; zuständig für Peer Reviews im Rahmen der EU-Risikobewertung von in Pestiziden eingesetzten Wirkstoffen sowie für die wissenschaftliche Beratung im Zusammenhang mit der Festsetzung von Rückstandshöchstgehalten, einschließlich der Unterstützung des PPR-Gremiums

Wissenschaftsstrategie und Koordination 

Das Direktorat Wissenschaftsstrategie und Koordination (SCISTRAT) übernimmt die strategische Leitung der wissenschaftlichen Aktivitäten der EFSA sowie die Umsetzung der Wissenschaftsstrategie der Behörde. Es koordiniert zusammen mit den beiden operativen wissenschaftlichen Direktoraten die Aktivitäten der EFSA im Bereich Risikobewertung sowie die Auseinandersetzung mit bereichsübergreifenden wissenschaftlichen Themen. Das Direktorat organisiert und stützt sich auf die Arbeit des Wissenschaftlichen Ausschusses und des Beirats. Darüber hinaus fördert es die Kooperation mit nationalen und internationalen Partnern durch Unterstützung der Zusammenarbeit mit den EU-Mitgliedstaaten sowie durch Stärkung des Dialogs mit den Interessengruppen. Die Referate dieses Direktorats befassen sich schwerpunktmäßig mit folgenden Bereichen:

  • Beirat und wissenschaftliche Zusammenarbeit
  • Neu auftretende Risiken
  • Wissenschaftlicher Ausschuss

Kommunikation

Das Direktorat Kommunikation (COMMS) ist für die Risikokommunikation zuständig – ein zentraler Bestandteil des Auftrags der EFSA. Die offene und transparente Kommunikation über Risiken in Verbindung mit der Lebensmittelkette erfolgt auf Grundlage der unabhängigen wissenschaftlichen Beratung durch die wissenschaftlichen Expertengremien der Behörde sowie ihrer eigenen Fachkompetenz. Hierdurch trägt sie zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit in Europa und zum Aufbau des Vertrauens der Öffentlichkeit in die Art und Weise der Risikobewertung bei. Die EFSA kommuniziert mit Risikomanagern, nationalen Behörden, Interessengruppen und der breiten Öffentlichkeit über On- und Offline-Kommunikationsmittel wie die EFSA-Website, Print-Publikationen, Informationsmaterialien und Medienmitteilungen. Die Referate dieses Direktorats befassen sich schwerpunktmäßig mit folgenden Bereichen:

  • Redaktion & Medienbeziehungen
  • Kommunikationskanäle

Ressourcen und Support

Für die erfolgreiche Wahrnehmung ihrer Aufgabe ist die EFSA auf die administrativen und unterstützenden Dienstleistungen des Direktorats Ressourcen und Support (RESU) angewiesen. Zu dessen wichtigsten Aufgaben gehören eine strategische Herangehensweise in Bezug auf Humankapital und Wissensmanagement, die Entwicklung effizienter IT-Systeme zur Unterstützung der wissenschaftlichen Arbeit und die Bereitstellung eines wirtschaftlichen Finanzmanagements und Beschaffungswesens, etwa zur Unterstützung der Netzwerkarbeit mit den zuständigen Organisationen in der gesamten EU. Die Referate dieses Direktorats befassen sich schwerpunktmäßig mit folgenden Bereichen:

  • Buchhaltung
  • Interne Services
  • Finanzen
  • Humankapital und Wissensmanagement
  • IT-Systeme
  • Juristische und regulatorische Angelegenheiten