Bericht der Taskforce zur Datenerhebung über Zoonosen bezüglich der Analyse der Basisstudie zur Prävalenz von Salmonella in Betrieben mit Legehennenherden der Spezies Gallus gallus
The Task Force on Zoonoses Data Collection wishes to acknowledge the contribution of the
Working Group that prepared this report: Dirk Berkvens, Vojka Bole-Hribovsek, Rob Davies,
Cristina de Frutos-Escobar, Kris De Smet, Tine Hald, Andrzej Hoszowski, Sarolta Idei, Annemarie
Käsbohrer, Peter Much, Nicolas Rose, Arjen van de Giessen, Riolo Francesca, Pia Mäkelä and
Frank Boelaert.
In addition the contributions of Didier Verloo, Billy Amzal, Stef Bronzwaer and Danilo Lo Fo
Wong to the report are highly appreciated.
Lastly, also the implementation of the baseline study by the Competent Authorities of the Member
States and Norway is gratefully acknowledged.
No abstract available
Zusammenfassung
Salmonella ist weltweit eine bedeutende Ursache von lebensmittelbedingten Erkrankungen beim Menschen und eine wesentliche Ursache für Morbidität, Mortalität und wirtschaftliche Verluste. Hühnereier aus Herden, die mit Salmonella enteritidis infiziert sind, stellen eine wichtige Quelle dieses Serovars dar. S. enteritidis ist der Serovar, der mehr als 50 % aller menschlichen Infektionen mit Salmonella in der Europäischen Union verursacht2. Der am zweithäufigsten berichtete Serovar beim Menschen ist S. typhimurium, der jedoch weniger häufig mit dem Verzehr von Hühnereiern im Zusammenhang steht. Die Europäische Union hat sich auf ein Programm zur Reduktion von Serotypen von Salmonella, die für die öffentliche Gesundheit von Belang sind, in landwirtschaftlichen Nutztieren gemäß der Verordnung (EG) Nr. 2160/2003 verständigt. Um die wissenschaftliche Grundlage für die Festsetzung von Zielen für Salmonella in Legehennenherden der Spezies Gallus gallus zu schaffen, wurde eine EU-weite Basisstudie zur Bestimmung der Prävalenz von Salmonella in großen kommerziellen Legehennenbetrieben mit mindestens 1 000 Legehennen im Betrieb durchgeführt. Diese Studie war die erste von mehreren Basisstudien, die auf Gemeinschaftsebene durchgeführt werden.
Die Probenahme in den Betrieben erfolgte zwischen Oktober 2004 und September 2005. Es wurden fünf Kot- und zwei Staubproben aus Herden von Legehennen während der letzten neun Wochen ihrer Produktion entnommen. Insgesamt 5 310 Betriebe mit validierten Ergebnissen wurden in die Studienanalysen einbezogen.
Salmonella wurde in 30,8 % der Legehennenbetriebe in der Europäischen Union nachgewiesen. In den verschiedenen Mitgliedstaaten lag die beobachtete Betriebsprävalenz von Salmonella im Bereich von 0 % bis 79,5 %. Insgesamt 20,4 % der Legehennenbetriebe waren positiv für S. enteritidis / S. typhimurium. Die in den einzelnen Mitgliedstaaten beobachtete Betriebsprävalenz von S. enteritidis / S. typhimurium schwankte stark von 0 % bis 62,5 %. Die Prävalenz von Salmonella, besonders von S. enteritidis, war höher als mit der bestehenden Routineüberwachung in den meisten Mitgliedstaaten vorhergesagt.
Aufgrund des Konzepts der Studie, das sich aus der pragmatischen Entscheidung ergab, nur jeweils eine Herde pro Betrieb zu beproben, ist die tatsächliche Betriebsprävalenz wahrscheinlich höher als beobachtet, da einige der Betriebe, die sich als negativ erwiesen, möglicherweise eine oder mehrere positive Herden beherbergen könnten, die nicht beprobt und daher auch nicht erkannt wurden. Ferner ermöglichte es das Konzept der Studie nicht, die Herdenprävalenz ohne zusätzliche Informationen abzuschätzen.
Die Zahl der positiven Proben in einem Salmonella-positiven Betrieb schwankte zwischen einer und sieben Proben, doch 38 % der positiven Betriebe erwiesen sich aufgrund lediglich einer oder zwei Salmonella-positiven Proben als positiv.
Die drei am häufigsten isolierten Salmonella-Serovare in der Europäischen Union waren S. enteritidis, S. infantis und S. typhimurium. S. enteritidis war bei weitem der häufigste Serovar und wurde in 60 % der Salmonella-positiven Betriebe festgestellt.
Eine Impfung der Hennen in der Herde gegen Salmonellen war mit einem niedrigeren Risiko, Salmonella-positiv zu sein, verbunden, außer in Betrieben, die mit S. typhimurium infiziert waren. Auch in Mitgliedstaaten mit einer mittleren S.-enteritidis-Betriebsprävalenz (2,5 %-15 %) schien die Impfung weniger wichtig für den S.-enteritidis-Status der Betriebe zu sein.
Es zeigte sich, dass die Käfighaltung mit einem höheren Risiko für eine Positivität verbunden war als die anderen untersuchten Haltungsarten von Legehennen. Im Vergleich zu den anderen Haltungsarten war die Käfighaltung jedoch durch größere Herdengrößen gekennzeichnet. Biologisch-dynamisch gehaltene Herden hatten die kleinste durchschnittliche Größe, während die konventionellen Bodenhaltungs- und Freilandherden von geringer bis mittlerer Größe waren. Daher waren die Käfighaltung und eine größere Herdengröße mit einem höheren Risiko für eine Positivität verbunden. Es war jedoch nicht feststellbar, welcher dieser beiden Faktoren ein tatsächlicher Risikofaktor für Positivität ist.
Zahlreiche Faktoren, wie die Jahreszeitlichkeit, standen möglicherweise mit der Prävalenz anderer Serovare als S. enteritidis und S. typhimurium im Zusammenhang.
Es gab Hinweise darauf, dass Faktoren, die mit der Salmonella-Prävalenz verbunden sind, möglicherweise von der Epidemiologie des jeweiligen Salmonella-Serovars abhängen. S. enteritidis und S. typhimurium zeigten keine Anzeichen von jahreszeitlichen Schwankungen, während andere Serovare als S. enteritidis und S. typhimurium vor allem in den Herbstmonaten nachgewiesen wurden. Außerdem bestanden Unterschiede zwischen den mit der S.-enteritidis-Positivität und den mit der S.-typhimurium-Positivität verbundenen Faktoren.
Staubproben waren insgesamt doppelt so häufig positiv wie Kotproben, was darauf hindeutet, dass die Entnahme von Staubproben eine empfindlichere Methode für den Nachweis von Salmonella in Legehennenherden ist.
Die berichteten Daten über die Phagentypisierung und die Antibiotikaempfindlichkeitstests waren nicht repräsentativ für die gesamte Europäische Union. Die Verteilung der berichteten S.-enteritidis-Lysotypen ähnelte derjenigen von menschlichen S.-enteritidis-Infektionen. Der beobachtete Anteil der Salmonella-positiven Legehennenbetriebe mit resistenten Isolaten war im Allgemeinen niedrig.
In den zukünftigen Basisstudien würde eine verbesserte Validierung während des Dateneinreichungszeitraums die Berichterstattung und die Analysen optimieren. Auch eine obligatorische Berichterstattung über Antibiotikaresistenzen und die Phagentypisierung würde zu repräsentativeren Daten führen. Es sind weitere Studien über Risikofaktoren erforderlich, um die Ergebnisse bezüglich der mit einer Salmonella-Positivität im Zusammenhang stehenden Faktoren zu bestätigen.
Report of the Task Force on Zoonoses Data Collection on the Analysis of the baseline study on the prevalence of Salmonella in holdings of laying hen flocks of Gallus gallus

