Gutachten des Wissenschaftlichen Gremiums für Kontaminanten in der Lebensmittelkette CONTAM auf Ersuchen der Kommission bezüglich Zearalenon als unerwünschte Substanz in Tierfuttermitteln.

doi:10.2903/j.efsa.2004.89
  EFSA Panel on Contaminants in the Food Chain Panel Members Jan Alexander, Herman Autrup, Denis Bard, Angelo Carere, Lucio Guido Costa; Jean-Pierre Cravedi, Alessandro Di Domenico, Roberto Fanelli, Johanna Fink-Gremmels, John Gilbert, Philippe Grandjean, Niklas Johansson, Agneta Oskarsson, Andrew Renwick, Jirí Ruprich, Josef Schlatter, Greet Schoeters, Dieter Schrenk, Rolaf van Leeuwen, Philippe Verger. Acknowledgment The Scientific Panel on Contaminants in the Food Chain wishes to thank Sven Dänicke, Hans van Egmond, Johanna Fink-Gremmels, John Gilbert, Jürgen Gropp, John Christian Larsen, Josef Leibetseder, Monica Olsen, Hans Pettersson and Ron Walker for the contributions to the draft opinion.
Type: Opinion of the Scientific Committee/Scientific Panel Question number: EFSA-Q-2003-037 Adopted: 28 July 2004 Published: 09 August 2004 Last updated: 07 November 2006. This version replaces the previous one/s.
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Summary

Zusammenfassung

Zearalenon ist ein Mykotoxin, das von verschiedenen Feldschimmeln, einschließlich Fusarium graminaerum and Fusarium culmorum produziert wird. Das Toxin wird häufig in Mais und Maisprodukten nachgewiesen, es kann jedoch auch in Sojabohnen, verschiedenen Getreidearten und Körnerfrüchten sowie deren Nebenprodukten gefunden werden. Darüber hinaus scheint Zearalenon in Gras, Heu und Stroh vorzukommen, was zu einer zusätzlichen Exposition der Tiere bedingt durch Grundfuttermittel und Einstreu führen kann. Häufig werden in diesen Futtermitteln nicht nur Zearalenon, sondern auch andere Fusarium-Toxine, insbesondere Deoxynivalenol, Nivalenol und Fumonisine, nachgewiesen. Bei landwirtschaftlichen Nutztieren (wie bei allen bisher untersuchten Tierarten) interagiert Zearalenon mit Östrogenrezeptoren und induziert einen sichtbaren Hyperöstrogenismus einschließlich verminderter Fertilität. Weibliche Schweine aller Altersgruppen gelten als besonders empfindlich, jedoch sind die östrogenen Wirkungen in ihrer Intensität je nach Alter und Reproduktionszyklus unterschiedlich ausgeprägt. Wiederkäuer und Geflügel sind offensichtlich weniger empfindlich gegenüber den Wirkungen des Zearalenons. Für eine zuverlässige Bewertung der Expositionshäufigkeit gegenüber sind jedoch zusätzliche, regelmäßige Analysen von Futtermittel erforderlich. Gleichzeitig ist die Durchführung von Dosis-Wirkungsstudien unerlässlich, um Höchstmengen für Zearalenon in Futtermitteln für jede einzelne landwirtschaftliche Nutztierart, einschließlich der weniger bedeutenden Tierarten wie Kaninchen und kleine Wiederkäuer, festlegen zu können. Aufgrund der schnellen Biotransformation und Ausscheidung von Zearalenon bei allen bisher untersuchten Tierarten, ist nicht zu erwarten, dass die sekundäre Exposition durch Rückstände des Toxins in Lebensmitteln tierischen Ursprungs (Fleisch, Milch und Eier) einen wesentlichen Beitrag zur Gesamtexposition des Verbrauchers liefert.

Keywords

Zearalenone, animal feeds, toxicity, estrogenic effects, tissue accumulation