Ersuchen der Europäischen Kommission bezüglich der von Frankreich für Mais MON810 gemäß Artikel 23 der Richtlinie 2001/18/EG geltend gemachten Schutzklausel und der gemäß Artikel 34 der Verordnung Nr. 1829/2003/EG geltend gemachten Sofortmaßnahme - Gutachten des Wissenschaftlichen Gremiums für genetisch veränderte Organismen
Hans Christer Andersson, Salvatore Arpaia, Detlef Bartsch, Josep Casacuberta, Howard
Davies, Patrick du Jardin, Lieve Herman, Niels Hendriksen, Sirpa Kärenlampi, Jozsef Kiss,
Gijs Kleter, Ilona Kryspin-Sørensen, Harry Kuiper, Ingolf Nes, Nickolas Panopoulos, Joe
Perry, Annette Pöting, Joachim Schiemann, Willem Seinen, Jeremy Sweet and Jean-Michel
Wal.
Acknowledgment
The European Food Safety Authority wishes to thank the members of the GMO Panel for the
preparation of this opinion: Hans Christer Andersson, Salvatore Arpaia, Detlef Bartsch, Josep
Casacuberta, Howard Davies, Patrick du Jardin, Lieve Herman, Niels Hendriksen, Sirpa
Kärenlampi, Jozsef Kiss, Gijs Kleter, Ilona Kryspin-Sørensen, Harry Kuiper, Ingolf Nes,
Nickolas Panopoulos, Joe Perry, Annette Pöting, Joachim Schiemann, Willem Seinen, Jeremy
Sweet and Jean-Michel Wal; as well as the following members of its Working Group for the
preparation of this opinion: Rosie Hails, Sue Hartley, Gerd Neemann, Angela Sessitsch, and
Marco Nuti; as well as the following members of its staff: Yann Devos and Sylvie Mestdagh.
No abstract available
Zusammenfassung
Am 9. Februar 2008 unterrichtete Frankreich die Europäische Kommission über eine Verordnung zur Aussetzung des Anbaus von aus der genetisch veränderten Maislinie MON810 gewonnenen Saatsorten sowie über eine gemäß Artikel 23 der Richtlinie 2001/18/EG geltend gemachte Schutzmaßnahme zum vorläufigen Untersagen des Anbaus der zugelassenen Maissorte MON810 in seinem Hoheitsgebiet. Die Europäische Kommission wurde außerdem am 20. Februar 2008 über eine Änderung der Verordnung unterrichtet. Zwischenzeitlich legte Frankreich der Europäischen Kommission am 13. Februar 2008 eine Mitteilung mit dem Titel „Sofortmaßnahme“ gemäß Artikel 34 der Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 vor. In diesem Zusammenhang ging bei der Europäischen Kommission ein schriftlicher Antrag von Frankreich mit verschiedenen Begleitdokumenten ein.
Am 27. Februar 2008 ersuchte die Europäische Kommission das Wissenschaftliche Gremium für genetisch veränderte Organismen (GMO-Gremium) der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, das Dokumentenpaket zur Unterstützung und Rechtfertigung der französischen Schutzklausel und der Dauer der geltend gemachten Maßnahme zu bewerten.
Nach der Bewertung des von Frankreich zur Unterstützung seiner Schutzklausel vorgelegten Informationspakets und unter Berücksichtigung aller zweckdienlichen Veröffentlichungen zum Thema kommt das GMO-Gremium zu dem Ergebnis, dass das vorgelegte Informationspaket im Zusammenhang mit den Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier und für die Umwelt keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse enthält, die die früheren Risikobewertungen von Mais MON810 entkräften würden. Deshalb wurden keine besonderen wissenschaftlichen Erkenntnisse im Zusammenhang mit den Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier und für die Umwelt vorgelegt, die die Geltendmachung einer Schutzklausel gemäß Artikel 23 der Richtlinie 2001/18/EG sowie einer Sofortmaßnahme gemäß Artikel 34 der Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 rechtfertigen würde.
GMOs, maize (Zea mays), MON810, France, safeguard clause, emergency measure, human health, animal health, environment, Directive 2001/18/EC, Regulation (EC) No 1829/2003

